Publikationen

1. Allgemeines

Hier werden nicht alle Veröffentlichungen von Mitarbeitern des Arbeitsbereichs, sondern lediglich Monographien und Sammelbände, die aus Forschungsprojekten und zentralen Themenschwerpunkten des Arbeitsbereichs entstanden sind, vorgestellt. Hinzu kommen laufende Reihen, die am Arbeitsbereich organisiert werden. Die Veröffentlichungen der Mitarbeiter finden Sie auf den Seiten der einzelnen Mitarbeiter.

2. Mainzer Beiträge zur Geschichte Osteuropas

Ausführlichere Informationen zur Reihe finden Sie auf der nächsten Seite.

Band 1

Hans-Christian Maner (Hg.):
Grenzregionen der Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert. Ihre Bedeutung und Funktion aus der Perspektive Wiens.
Münster 2005.
ISBN 3-8258-8032-x

Band 2

Andreas Frings (Hg.):
Neuordnungen von Lebenswelten? Studien zur Gestaltung muslimischer Lebenswelten in der frühen Sowjetunion und in ihren Nachfolgestaaten
Berlin 2006.
ISBN 3-8258-8044-3

Band 3

Jan Kusber, Andreas Frings (Hg.): 
Das Zarenreich, das Jahr 1905 und seine Wirkungen. Bestandsaufnahmen.
Berlin 2007.
ISBN 978-3-8258-8809-1

Band 4

Rudolf Jaworski, Jan Kusber (Hg.):   
Erinnern mit Hindernissen. Osteuropäische Gedenktage und Jubiläen im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Berlin 2011.
ISBN 978-3-643-10816-6

Band 5

 Alexander Kaplunovskiy (Hg.):
"Auch in Moskwa habe ich Ursache zufrieden zu sein": Christian von Schlözers Privatkorrespondenz mit der Familie. Akademische Lebenswelten, Wissens- und Kulturtransfer in Russland am Beginn des 19. Jahrhunderts
Berlin 2014.
ISBN 978-3-643-11816-5

Band 6

Lisa Bicknell, Benjamin Conrad, Hans-Christian Petersen (Hg.):
Kommunikation über Grenzen. Polen als Schauplatz transnationaler Akteure von den Teilungen bis heute
Berlin 2013.
ISBN 978-3-643-11971-1

Band 7

Bogojavlenska, Svetlana; Kusber Jan (Hg.):
Tradition und Neuanfang. Forschungen zur Geschichte Lettlands an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert.
Berlin 2014.
ISBN 978-3-643-12732-7

 

3. Monographien und Sammelbände

Benjamin Conrad: Loyalitäten, Identitäten und Interessen. Deutsche Parlamentarier im Lettland und Polen der Zwischenkriegszeit.

 

Thema dieses Buchs sind die deutschen Parlamentarier in Polen und Lettland in der Zeit zwischen den Weltkriegen. In den entsprechenden Gebieten der Vorgängerstaaten hatten die Deutschen vor 1918 die (mit-)herrschende Elite gestellt, gerieten ab 1918 aber in den Status einer Minderheit. Die Loyalitäten und Identitäten deutscher Abgeordneter in Lettland und Polen hingen sowohl von ihrer Erwartung an eine territoriale Revision als auch von den Partizipationsmöglichkeiten ab, die ihnen der Staat bot. Für beide Länder lässt sich die Zwischenkriegszeit in eine demokratische und in eine spätere autoritäre Phase untergliedern. Entsprechend wird auch untersucht, welche Auswirkungen das Entstehen der autoritären Herrschaften auf Identität und Handeln der deutschen Abgeordneten hatte.

„Loyalitäten, Identitäten und Interessen“ bei V & R unipress

 

 

Benjamin Conrad, Lisa Bicknell (Hg.): Stadtgeschichten. Beiträge zur Kulturgeschichte osteuropäischer Städte von Prag bis Baku. Bielefeld 2016 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 28).

25 Jahre Mauerfall und zehn Jahre EU-Osterweiterung – diese politisch bedeutsamen Ereignisse haben auch die historische Osteuropaforschung grundlegend verändert. Wie sehr die Beiträger_innen des Bandes infolgedessen durch die Etablierung der Historischen Kulturwissenschaften, die Öffnung vorher verschlossener Archive und nicht zuletzt vorher ungekannter Reisefreiheiten profitiert haben, zeigen ihre Stadtgeschichten: Auf der Basis kulturhistorischer Fragestellungen etwa zur Musealisierung und Monumentalisierung, zur Repräsentativität oder zur Multikulturalität im osteuropäischen urbanen Raum geben sie Einblicke in die Geschichte von Metropolen wie Prag, Baku, Moskau oder St. Petersburg und regionalen Zentren wie Lemberg oder Irkutsk.

Die „Stadtgeschichten“ beim transcript Verlag

 

 

Benjamin Conrad, Hans-Christian Maner und Jan Kusber (Hg.): Parlamentarier der deutschen Minderheiten im Europa der Zwischenkriegszeit. Düsseldorf 2015 (Parlamente in Europa 4).

Wie nationale Minderheiten in neue politische Systeme integrieren? Vor dieser Herausforderung standen zahlreiche neue und vergrößerte Staaten am Ende des Ersten Weltkriegs. Den größten Verbreitungsraum in Europa hatten in der Zwischenkriegszeit deutsche Minderheiten. In Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Italien und Frankreich waren diese so zahlreich, dass sie bei freien Wahlen auch einen oder mehrere Abgeordnete in die jeweiligen nationalen Parlamente entsenden konnten. Herausgegeben von Benjamin Conrad, Hans-Christian Maner und Jan Kusber macht sich der vierte Sammelband der Veröffentlichungsreihe „Parlamente in Europa“ unter dem Titel „Parlamentarier der deutschen Minderheiten im Europa der Zwischenkriegszeit“ diesen Abgeordneten mit Ausnahme Frankreichs und Polens auf die Spur.
Die Beiträge widmen sich der Frage der Integration und politischen Teilhabe deutscher Minderheiten am Staat. Dabei findet nicht nur die außerordentlich große Spannweite der deutschen Vertretungen Berücksichtigung – sie reichte von einem Mandat in Dänemark bis hin zu 76 in der Tschechoslowakei. Der Schwerpunkt liegt auch auf der unterschiedlichen Ausgestaltung der Partizipationsmöglichkeiten von Minderheitenpolitikern. Während in Estland und Lettland über viele Jahre hinweg deutsche Abgeordnete mit Entgegenkommen rechnen konnten, so wurden sie in anderen Ländern nahezu von Beginn an ausgegrenzt – bis hin zu Gefahr für Leib und Leben, wie in Italien.
Die gemeinsame demokratische Phase aller Abgeordneten deutscher Bevölkerungsgruppen währte ohnehin nur kurz: Ausgehend von Italien und Ungarn griff in den 1920er Jahren der Autoritarismus um sich. Ab den 1930er Jahren wurden in Europa sogar wieder mehr Staaten autoritär denn demokratisch regiert. In solchen Systemen waren Abgeordnete zu handlungsunfähigen Statisten degradiert, wenn sie überhaupt noch benötigt wurden: Mancherorts, wie in Litauen und Lettland, wurde das Parlament gleich ganz aufgelöst. Der Band erschöpft sich allerdings nicht allein in der Betrachtung autoritärer Entwicklungen in den untersuchten Staaten. Auch die autoritären und pro-nationalsozialistischen Tendenzen innerhalb deutscher Minderheiten, die vielfach in Wahlergebnissen ihren Niederschlag fanden, gehören zur Geschichte des deutschen Minderheitenparlamentarismus dieser Jahre.
Durch seine vergleichende Vorgehensweise leistet der Band einen wichtigen Beitrag zur Demokratie- und Parlamentsgeschichte der krisenhaften und fragilen Zwischenkriegszeit. 

 

 

 

Umkämpfte Grenzen, umkämpfte Bevölkerung. Die Entstehung der Staatsgrenzen der Zweiten Polnischen Republik 1918–1923

Wie die Grenzen eines neuen Staates festlegen? Im Falle des mit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918     entstandenen neuen polnischen Staates gingen Ansprüche und Meinungen über Verfahrensfragen weit auseinander. Benjamin Conrad analysiert den Prozess aus Perspektive zentraler polnischer Entscheidungsträger, berücksichtigt dabei aber auch vergleichend die internationale Forschung. Er zeichnet die Entwicklung von den Grenzkriegen 1918–1919 über die Festlegungen der Westalliierten auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 bis hin zu den Volksentscheiden und internationalen Regelungen bis 1923 nach. Gesondert wird die Situation im Osten Polens behandelt, da hier aufgrund des Bürgerkriegs in Russland die Lage sehr unübersichtlich war. Mit dem Ende 1919 als Sieger feststehenden Sowjets einigten sich Vertreter der polnischen Regierung erst nach dem für Polen erfolglosen polnisch-sowjetischen Krieg von 1920 auf eine gemeinsame Grenze auf der Friedenskonferenz von Riga.

 

1. Auflage 2014
382 Seiten mit 9 Karten
Kartoniert
ISBN: 978-3-515-10908-6
  • Benjamin Conrad: Umkämpfte Grenzen, umkämpfte Bevölkerung. Die Entstehung der Staatsgrenzen der Zweiten Polnischen Republik 1918–1923
  • Verlagsinformationen

 

 

 

Historische Kulturwissenschaften. Positionen, Praktiken und Perspektiven

 

Der Begriff »Kulturwissenschaften« wird gegenwärtig in Kontexten genutzt, in denen gegen die fortschreitende Spezialisierung insbesondere in den Geisteswissenschaften und gegen die damit einhergehende Fragmentierung des Wissens plädiert wird. Neben einer Perspektivierung der einzelnen Disziplinen als Kulturwissenschaften im Plural wird aber auch eine Art Dachdisziplin »Kulturwissenschaft« als wesentlich für die Modernisierung der Geisteswissenschaften diskutiert.
Aus disziplinärer Perspektive loten die Beiträge dieses Bandes Möglichkeiten und Grenzen kulturwissenschaftlichen Arbeitens aus. Sie finden zu einer interdisziplinären Verständigung aus einer dezidiert historischen Sicht, die scheinbar disparate Geisteswissenschaften integriert.

384 S., € 29,80
ISBN 978-3-8376-1441-1
2010
  • Jan Kusber, Mechthild Dreyer, Jörg Rogge, Andreas Hütig (Hg.): Historische Kulturwissenschaften. Positionen, Praktiken und Perspektiven [Mainzer Historische Kulturwissenschaften. Band 1] Bielefeld 2010.

 

Antisemitism in Eastern Europe

 

Europe is expanding - and therewith remembers its historical basis, which was hidden beneath the shadow of the Cold War for a long time. This return of a common history which is mostly narrated as a history of success today, however contains the perception of transnational traditions at the same time which by contrast should give reason for a critical self-reflection. This volume gives an impulse through a comparative examination of the still highly actual forms of antisemitism in Europe. The focus will be on the developments in the countries from the Baltic States to South Eastern Europe, which usually are little known in Western Europe. At the same time, the specifities of antisemitism in Eastern Europe are incorporated in the theoretical insights of anti-Semitism research, thus filling a gap that has existed until now.

245 S., € 39,80
ISBN 978-3-631-59828-3
2010

  • Hans-Christian Petersen/ Samuel Salzborn: Antisemitism in Eastern Europe, Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang Verlagsgruppe 2010

 

Kleine Geschichte St. Petersburgs

St. Petersburg, Russlands Metropole an der Ostsee, blickt auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurück. In dem Buch wird die Entwicklung der Stadt im Spannungsfeld gesamtrussischer und regionaler Geschichte erzählt. St. Petersburg war als Gründung Peters des Großen lange Zeit die glanzvolle Hauptstadt des Zarenreiches. Später war es Schauplatz der Revolutionen von 1905 und 1917 und - umbenannt in Leningrad - Ort der furchtbaren Blockade im Zweiten Weltkrieg.
Die Kleine Geschichte St. Petersburgs beschreibt auch die ökonomische und demographische Entwicklung sowie den kulturellen Reichtum der Stadt an der Newa.
Heute gehört die Innenstadt zum Welterbe der UNESCO und zieht mit der berühmten Eremitage zahlreiche Besucher an.

176 S., € 14,90
ISBN 978-3-7917-2227-6
2009

  • Jan Kusber: Kleine Geschichte St. Peterburgs. Regensburg: Pustet 2009

 

Empire Speaks Out. Languages of Rationalization and Self-Description in the Russian Empire

Historians habitually write about empires that expand, wage wars, and collapse, as if empires were self-evident and self-conscious entities with a distinct and clear sense of purpose. The stories of empires are told in the language of modern nation-centred social sciences: multi-cultural and heterogeneous empires of the past appear either as huge "nations" with a common language, cluture, an territory, or as amalgamations of would-be nations striving to gain independence. Empire Speaks Out  reconstructs the historical encounter of the Russian Empire of the seventeenth through the early twentieth centuries with the complex challenge of modernity. It does so by taking the self-awareness of empire seriously, and by looking into how bureaucrats, ideologues, politicians, scholars, and modern professionals described the ethnic, cultural, and social diversity of the empire. "Empire" then reveals itself not through deliberate and well-conceived actions of some mysterious political body, but as a series of "imperial situations" that different people encounter and perceive in common categories. The rationalization of previously intuitive social practices as imperial languages is the central theme of the collection.

Aus dem Inhalt

Part 1. Defining Empire in a Dialogue
Ilya Gerasimov, Sergey Glebov, Jan Kusber, Marina Mogilner, Alexander Semyonov New Imperial History and the Challenges of Empire
Ann Laura Stoler Refiguring Imperial Terrains: On Comparison and Gradations of Sovereignty
Part 2. The Challenge of Unification and Resistance
Jan Kusber Governance, Education and the Problems of Empire in the Age of Catherine II
Hans-Christian Petersen “Us” and “Them”? Polish Perceptions of the Russian Empire between Homogeneity and Diversity (1815–1863)
Sergey Glebov Siberian Middle Ground: Languages of Rule and Accommodation on the Siberian Frontier
Part 3. The Challenge of Transformation and Rationalization
Marina Mogilner Russian Physical Anthropology of the Nineteenth–Early Twentieth Centuries: Imperial Race, Colonial Other, Degenerate Types, and the Russian Racial Body
Alexander Semyonov “The Real and Live Ethnographic Map of Russia”: The Russian Empire in the Mirror of the State Duma
Ilya Gerasimov Redefining Empire: Social Engineering in Late Imperial Russia

280 S., € 118,-
ISBN 978 90 04 17571 6
Brill Verlag

2009

  • Ilya Gerasimov/Jan Kusber/Alexander Semyonov (Hg.): Empire Speaks Out. Languages of Rationalization and Self-Description in the Russian Empire. Leiden 2009
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Neuanfang im Westen - 60 Jahre Osteuropaforschung in Mainz

Mainz und Osteuropa – dieses Begriffspaar mag auf den ersten Blick erstaunen. Und doch kam es bereits ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zur ersten Neueinrichtung eines osteuropabezogenen Lehrstuhls im deutschen Raum, und zwar im Südwesten Deutschlands unter französischer Schirmherrschaft. Diese Chance beinhaltete jedoch zugleich ein Spannungsverhältnis zwischen dem Erbe einer „kämpfenden Wissenschaft“, die sich bis 1945 vielfach kompromittiert hatte, und dem Streben nach einem glaubwürdigen Neuanfang. Wie ließ sich über Osteuropa forschen, ohne alte, deutschtumszentrierte Perspektiven fortzuführen und stattdessen einen Beitrag zu einem gesamteuropäischen Geschichtsverständnis zu leisten, das auf der Gleichberechtigung der westlichen und der östlichen Hälften des Kontinents beruhte? Wie ist die Mainzer Osteuropaforschung im Weiteren mit den Entwicklungen in Osteuropa und dem Umbruch nach 1991 umgegangen? Die Beiträge dieses Bandes geben Antworten auf diese Fragen und leisten somit zugleich einen Beitrag zur Geschichte des Verhältnisses der deutschen Gesellschaft zu ihren östlichen Nachbarn.

Aus dem Inhalt

Hans-Christian Petersen/ Jan Kusber: Vorwort
Erwin Oberländer: Die Anfänge des Faches Osteuropäische Geschichte in Mainz
Frank Göbler: Slavistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Hans-Christian Petersen: „Die Gefahr der Renazifizierung ist in unserer Branche ja besonders groß.“ Werner Philipp und die deutsche Osteuropaforschung nach 1945
Eike Eckert: Gotthold Rhode und die Entwicklung des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte in Mainz bis zum Ende der 1960er Jahre
Jan Kusber: Erwin Oberländer und die Mainzer Osteuropäische Geschichte in Zeiten des Umbruchs

101 S., 4 s/w Abb., 26.00 €
Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Neue Folge Band 5
Franz Steiner Verlag
ISBN 978-3-515-09080-3

  • Hans-Christian Petersen/ Jan Kusber (Hg.): Neuanfang im Westen. 60 Jahre Osteuropaforschung in Mainz. Stuttgart 2007.
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Bevölkerungsökonomie – Ostforschung – Politik. Eine biographische Studie zu Peter-Heinz Seraphim (1902-1979)

Einzelveröffentlichungen des DHI Warschau, Band 17

Die deutsche Ostforschung ist in jüngster Zeit zum Gegenstand einer Reihe von Untersuchungen, aber auch kontroverser Diskussionen geworden. Ein weitgehender Mangel herrscht allerdings nach wie vor an biographischen Studien zu einzelnen Protagonisten dieses deutschtumszentrierten Forschungsverbundes. Die vorliegende Arbeit setzt an diesem Desiderat an. Im Mittelpunkt steht die Biographie des Bevölkerungsökonomen und Ostforschers Peter-Heinz Seraphim (1902-1979), dessen Lebensweg vom deutschbaltischen Milieu Rigas am Beginn des 20. Jahrhunderts über Breslau und Königsberg in der Zwischenkriegszeit und eine Vielzahl von Stationen während des Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik der 1960er Jahre führt. Eine besondere Brisanz erhält die Person Seraphims dadurch, dass er sich in der NS-Zeit einen Namen als nationalsozialistischer „Experte“ für die jüdische Bevölkerung Ostmittel- und Osteuropas gemacht hat. Indem durchgängig eine breite Kontextualisierung Seraphims erfolgt und immer wieder nach den Wirkungen personeller Netzwerke der Ostforscher gefragt wird, wird deutlich, welche Kontinuitäten im Selbstverständnis der Akteure sowie in ihrer Rezeption durch die deutsche Gesellschaft über die historischen Zäsuren 1933 und 1945 hinweg wirkungsmächtig geblieben sind. So bietet die Arbeit über das Biographische hinaus zugleich eine exemplarische Geschichte der deutschen Ostforschung.

405 S., Abb., € 35,-
ISBN 978-3-938400-18-0
2007

  • Hans-Christian Petersen: Bevölkerungsökonomie – Ostforschung – Politik. Eine biographische Studie zu Peter-Heinz Seraphim (1902-1979). Osnabrück 2006.

Sowjetische Schriftpolitik zwischen 1917 und 1941. Eine handlungstheoretische Analyse

Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa Band 73

Die frühe Sowjetunion war ein großes Experimentierfeld – auch auf dem Gebiet der nationalen Alphabete. Selbst die großen Sprachengruppen, die bereits vor 1917 verschriftet waren (etwa die Turksprachen) wurden in den 1920er Jahren zunächst latinisiert und Ende der 1930er Jahre dem kyrillischen Alphabet angeglichen.
Die vorliegende Arbeit analysiert diese Prozesse mit dem theoretisch-analytischen und methodischen Instrumentarium der Politik- und Sozialwissenschaften. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Warum wechselten die Akteure von tradierten Alphabeten zum lateinischen Alphabet? Und warum gingen sie dann nur kurze Zeit später zur kyrillischen Variante über? Im Ergebnis zeigt sich, dass die in der Forschung etablierte Dichotomie Zentrum vs. Peripherie für die Erforschung der frühen Sowjetunion nicht trägt. Vielmehr zeichnen sich hier diverse Wechselwirkungen und Interaktionen zwischen den Peripherien ab.

ISBN 978-3-515-08887-9
1. Auflage 2007. 455 S., 14 s/w Abb.
Kartoniert.

  • Andreas Frings: Sowjetische Schriftpolitik zwischen 1917 und 1941. Eine handlungstheoretische Analyse. Stuttgart 2007.
  • Verlagsinformationen

Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa 1919-1944

Die Frage, warum sich in den nach 1918 neu entstandenen Staaten vom Balkan bis zum Baltikum statt der Demokratie fast nur autoritäre Regime durchsetzten, blieb lange ungeklärt. Erst die Öffnung der Archive nach 1989 hat differenzierte Antworten ermöglicht. Dies gilt auch für die Frage nach Struktur und Folgen dieser nationalen Diktaturen. Die jetzt aus einem mehrjährigen internationalen Forschungsprojekt hervorgegangenen Innenansichten dieser Regime vermitteln nicht nur Einblick in die komplexen und zum Teil bis heute relevanten Probleme der Region, sondern bestätigen auch, dass die autoritären Regime einen eigenen, von totalitären Regimen klar abgrenzbaren Typus der Diktatur verkörpern.

  • Erwin Oberländer (Hg.): Autoritäre Regime in Ostmitteleuropa 1919 - 1944. Mainz 1995.
  • Erwin Oberländer zusammen mit Rolf Ahmann u.a. (Hg.): Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa 1919 - 1944. Paderborn u.a. 2001 [Schoeningh. ISBN 3-506-76186-2].

Herzogtum Kurland, Lettland, Riga - Schwerpunkt Lettland

Riga - ungekrönte Hauptstadt des Baltikums: Ihre "Goldene Zeit", ihr Aufstieg zu einer der glanzvollsten Metropolen des Zarenreichs begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts. 1914, am Vorabend des Ersten Weltkriegs, war Riga die prächtigste Stadt des europäischen Jugendstils. Viele Völker haben sie geprägt und sind von ihr geprägt worden. Von den Völkern Rigas erzählt dieses Buch. Für das Porträt dieser faszinierenden Stadt haben die Autoren - fünf lettische und zwei deutsche Historiker - vielfältige bisher unerschlossene Quellen ausgewertet. Das Buch wendet sich an einen breiten Leserkreis. Letten, Deutsche, Russen, Juden, Polen, Litauer und Esten schufen die Grundlage des modernen Riga, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer eher regionalen Handels- und Verwaltungsstadt zum Industriezentrum und zum ersten Seehandelsplatz des Zarenreichs aufstieg. Die Bevölkerung wuchs in dieser Zeit von Hunderttausend auf knapp Fünfhunderttausend. Trotz dieser wirtschaftlichen Gemeinschaftsleistung kam es zu keiner engeren Verflechtung der einzelnen in Riga lebenden nationalen Gruppen, vielmehr lebte jede gleichsam in ihrem eigenen Riga. Der Blick auf diese Lebenswelten eröffnet einen bisher kaum beachteten Zugang zur neueren Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Im Ergebnis fügen sich die Bilder vom Leben der einzelnen Nationalitäten zu einem Gesamtporträt, das von einer nationalen, religiösen und kulturellen Vielfalt geprägt war, wie sie Riga weder vor der Mitte des 19. Jahrhunderts je gekannt noch nach 1918 je wieder erlebt hat.

  • Erwin Oberländer (Hg.): Das Herzogtum Kurland, 1561 - 1795. Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft. 2 Bände. Band 1, Lüneburg 1993. Band 2, Lüneburg 2001.
  • Erwin Oberländer/ Kristine Wohlfart (Hg.): Riga. Portrait einer Vielvölkerstadt am Rande des Zarenreiches 1857-1914. Paderborn 2004.

Die Rote Gewerkschaftsinternationale

Die "Rote Gewerkschaftsinternationale" (russ.: Profintern) war in den zwanziger Jahren ein zentrales Ferment für die Ausbreitung des internationalen Kommunismus. Die 1921 in Moskau gegründete RGI entstand als Bündnis von Kommunisten und zunächst parteiunabhängigen Syndikaten. Sie fasste den mit der Oktoberrevolution sympathisierenden revolutionären Teil der internationalen Gewerkschaftsbewegung zusammen und war der Gegenspieler des sozialdemokratisch beeinflussten Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), nach dem Sitz seiner Zentrale auch Amsterdamer Internationale genannt. Doch bald schon verebbte die revolutionäre Nachkriegswelle. Viele Syndikalisten traten den Parteien bei, andere wurden scharfe Kritiker des Kommunismus. Die RGI war nun nichts anderes als ein internationaler kommunistischer Gewerkschafts apparat. Doch die Aufforderungen an den IGB zur "Einheit" Mitte der zwanziger Jahre scheiterten. Aber auch die Politik der Gründung "revolutionärer" Gewerkschaften zu Beginn der dreißiger Jahre führte nur zur Isolation und Niederlage, wie sich 1933 herausstellt. Als dann ab 1934 unter dem Zeichen der "Volksfront" ein gemeinsamer antifaschistischer Abwehrkampf proklamiert wurde, löste man die RGI klammheimlich auf. Denn für die Bemühungen der kommunistischen Gewerkschafter um die Mitgliedschaft in den Verbänden des IGB war sie nun zum Hindernis geworden.

  • Reiner Tosstorff: Profintern. Die Rote Gewerkschaftsinternationale 1921-1937. Paderborn 2004.

4. Jahrbücher für Geschichte und Kultur Südosteuropas

Die Jahrbücher für Geschichte und Kultur Südosteuropas (JGKS) verstehen sich als Diskussionsangebot für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an einer historischen Sozialwissenschaft Südosteuropas mit allen ihren "Erweiterungen" interessiert sind. Die Frage, ob nun "Kultur" oder "Gesellschaft" der Leitbegriff sei, um den die Beschreibung und Erklärung der sozialen Welt gruppiert werden sollte, ist für die Redaktion der JGKS offen, so offen, wie die JGKS für Beiträge sind aus dem weiten Feld zwischen "klassischer" Sozial- und Gesellschaftsgeschichte und einer sich dem Blick auf die Gesellschaft nicht verschließenden Politikgeschichte, zwischen historischer Anthropologie und Ethnologie, zwischen Kulturgeschichte oder Literatursoziologie. Gefragt ist die ganze Bandbreite südosteuropabezogener Forschung, ohne Verengung entlang disziplinärer Grenzen. Weite und Breite sollen auch in epochaler Hinsicht gelten: Auch in der Südosteuropaforschung sind die Brücken zwischen Mediävistik und Neuzeitforschung immer noch schmal, agieren Byzantinisten, Osmanisten und Neuzeithistoriker eher neben- als miteinander. Auch hier hofft die Zeitschrift einen Brückenschlag leisten zu können. Beiträge zu allen Epochen vom Mittelalter bis zu den Umbrüchen der Gegenwart können und sollen dazu beitragen.

URL: http://www.uni-mainz.de/FB/Geschichte/Osteuropa/530.php.

5. Ergebnisse studentischer Projekte

Holgers Bekmanis/ Janis Keruss:
1945. gads: 8 majis - Atbrivosanas diena? 9 majis - Uzvaras diena?
Holger Böckmann/ Janis Keruss:
1945: 8. Mai - Tag der Befreiung? 9. Mai - Tag des Sieges?
Cholger Bekmann/ Janis Keruss:
1945 god: 8 maja - Den' Osvobozdenija? 9 maja - Den' Pobedy?
Riga 2006.
ISBN: 9984-783-45-6

2005 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum sechzigsten Mal. Dazu veranstalteten das Zentrum für deutsche Geschichte, Sprache und Kultur der Fakultät für Geschichte und Philosophie der Universität Lettland in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Riga und der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart ein internationales Symposium und eine anschließende Exkursion (ein Programm können Sie hier einsehen). Beteiligt waren lettische, russische und deutsche Studenten, Geschichtslehrer und Wissenschaftler. Den Kern der Symposiumsteilnehmer bildeten Studenten aus Mainz, Riga und Kaliningrad (jeweils 10 Studenten aus jeder Universität).

Gegenstand des Symposiums waren die weiterhin national getrennten Erinnerungen an das Kriegsende von 1945. Zum sechzigsten Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa kam es zu einer Flut an Forschungsarbeiten, Presseartikeln sowie Funk- und Fernsehbeiträgen. Scheinbar übertraf das Ausmaß der Erinnerung sogar das des fünfzigsten Jahrestages. Doch nach wie vor war die Erinnerung national geblieben. Ein wirklich gemeinsames Erinnern an die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges fand nach wie vor nicht statt. Die Erinnerung an Leiden und Verluste wurde ebenso national überliefert wie Verdienste und Heldensagen. Bei dieser national fokussierten Art der Erinnerung bestand und besteht die Möglichkeit zur Bildung und Verfestigung nationaler Stereotypen, die nur durch das Wissen über die Wahrnehmung anderer Nationen reduziert werden könnten. Während in Russland das Kriegsende bis heute ein wichtiger Bestandteil der nationalen Identität ist, obwohl Unterschiede zwischen historischer Forschung und öffentlicher Wahrnehmung klar erkennbar sind, stellte sich für viele anderen Staaten Osteuropas nach den Umbrüchen vor 15 Jahren die Frage nach einer neuen oder wiederzuentdeckenden Identität. So konnte in Lettland der 9. Mai, vormals als Befreiungssymbol gefeiert, nach der Sowjetherrschaft als Fortsetzung der Besatzung gebrandmarkt werden. Nach wie vor stellt sich dieser Tag in der Wahrnehmung der beiden großen Bevölkerungsgruppen völlig gegensätzlich dar. In Deutschland begreift man seit der maßgebenden Rede Richard von Weizsäckers 1985 das Kriegsende überwiegend als Befreiung, wobei allerdings das Risiko eingegangen wird, die eigene Schuld teilweise auszuklammern.

Die drei zentralen Fragen des Symposiums, die entweder in Einzelaspekten oder in ihrer Gesamtheit aufgegriffen werden konnten, waren dementsprechend:

  • Wie wurde und wird das Kriegsende in der Presse rezepiert? Wie unterscheiden sich die Darstellungsweisen zum Kriegsende unter dem Aspekt des zeitlichen Ablaufs von 1945 bis 2004 (bzw. 2005) und des politischen Kontexts? Auf welche Fragen waren die Hauptakzente in den zurückliegenden Jahrzehnten und auf welche Fragen sind die Akzente heute gelegt?
  • Wie wurde und wird das Kriegsende in der Öffentlichkeit rezepiert? Welche Gefühle verbanden die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten, welche verbinden sie heute mit dem Kriegsende?
  • Wie unterscheidet sich die Darstellung des Kriegsendes in den Schulbüchern?

In einer Vorbereitungsphase wurden im Sommersemester 2005 an den Universitäten die Interpretationen des Kriegsendes im Zeitraum von 1945 bis 2005 in den jeweiligen Ländern untersucht. Alle drei Gruppen arbeiteten im Vorfeld der Konferenz koordiniert, indem die gemeinsamen Fragen und die gemeinsamen Geschichtsquellen, auf die sich die Studien stützen, schon vorher abgestimmt wurden. Am 5. und 6. Mai trafen sich die Symposiumsteilnehmer in den Räumlichkeiten des Goethe-Instituts Riga, um die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu präsentieren. Zum Abschluss des Seminars wurde eine gemeinsame Exkursion der Teilnehmer vom 7. bis zum 10. Mai zu Kampfstätten des Zweiten Weltkrieges in Kurland, Nordpolen und Kaliningrad durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Symposiums liegen nun in Buchform vor. Besonders herzlich gedankt sei der Robert Bosch Stiftung für die großzügige Unterstützung des länderübergreifenden Projekts.

Inhalt

Holger Böckmann, Janis Keruss: Vorwort der Herausgeber (lett., dt., russ.)
Gesamtüberblick über das Thema
Monika Flacke: Bildgedächtnis und Nation (dt.)
Die Verarbeitung des Kriegsendes in der Geschichtswissenschaft
Vitalij Maslov: Das sich wandelnde Bild vom sowjetischen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg - Betrachtungen über Rezeptionsänderungen im Laufe der letzten sechs Jahrzehnte in der Sowjetunion und in Russland (russ.)
Jan Kusber: Das Jahr 1945 und die Geschichtskulturen in Deutschland (dt.)
Inesis Feldmanis: Der Zweite Weltkrieg. Versionen der Wahrnehmung und Bewertung (lett.)
Die Verarbeitung des Kriegsendes in Schulbüchern
Peter Lautzas: Die Darstellung des Kriegsendes in den deutschen Schulgeschichtsbüchern 1949-2005 (dt.)
Janis Brente: Einige Aspekte der Geschichte des Zweiten Weltkrieges in den Schulgeschichtsbüchern Lettlands (lett.)
Dmitrij Mankevic, Roman Kacanov: Die Darstellung der Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs in sowjetischen und russischen Schulbüchern (russ.)
Studentische Beiträge
Lisa Bicknell, Benjamin Conrad, Dimitrij Migrow, Martin Neunzerling: Rezeption des Kriegsendes in der deutschen Geschichtswissenschaft 1945-2005 (dt.)
Lars Beißwenger, Jochen Enderss: Zur regionalen Bedeutung des 8. Mai 1945 - die Beispiele Mainz und Wiesbaden (dt.)
Alexander Hörkens, Sebastian Noack, Sven Stobbe, Eike-Frederik Zern: Der 8. Mai 1945 im öffentlichen Gedenken Deutschlands (dt.)
Julija Pasnaka: Besonderheiten der Auffassung des Endes des Zweiten Weltkrieges im heutigen Lettland - eine Rundschau der lettischen Presse 1991-2005 (lett.)
Kristine Safonova: Die Wahrnehmung des Zweiten Weltkrieges im Gedenken lettischer Soldaten (lett.)
Sergej Blagov, Madina Biazrova, Alina Solovjeva, Ivan Timirev, Darja Hitrova: Rezeption des Zweiten Weltkrieges und des 8.-9. Mai 1945 in der sowjetischen und russischen Presse zwischen 1945 und 2005 (russ.)
Ljudmila Lavrent'eva, Dmitrij Mankevic, Roman Sirouchov: Der Zweite Weltkrieg in sowjetischen und russischen Geschichtsschulbüchern (russ.)
Roman Kacurin, Aleksandr Kirilenko, Dar'ja Chitrova, Konstantin Kolmagorov: Rezeption des Tages des Sieges in Kaliningrad von den 1970ern bis in die 1990er Jahre (russ.)
Informationen über die Autoren

6. Mainzer Arbeitspapiere zur Geschichte Osteuropas

ISSN: 1614-5224

Die Mainzer Arbeitspapiere zur Geschichte Osteuropas sollen Mainzer Forschungen offentlich machen, die im Kontext der Geschichte Osteuropas angesiedelt sind. Die Abteilung fur Osteuropaische Geschichte mochte dieses Ziel offen verstehen: Die Beitrage sind weder regional noch epochal oder auf einen bestimmten konzeptuellen Zugriff festgelegt; Eingrenzungen oder Abgrenzungen werden nicht vorgenommen. Gefragt sind Arbeiten aus allen Bereichen wie der Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, der Politikgeschichte, der Kulturgeschichte, der Wirtschaftsgeschichte oder der Historischen Anthropologie. Die Disziplinengrenzen durfen dabei ruhig ubertreten werden, sofern folgende Regeln eingehalten werden: Es muss um die Behandlung vergangener Phanomene gehen, diese mussen in der in der deutschen Forschungstradition recht weit verstandenen Gro0region "Osteuropa" verortet sein, und der Zugriff muss innovativ und das Ergebnis neu sein.

Zu den Mainzer Arbeitspapieren zur Geschichte Osteuropas (downloadbare PDF-Versionen)

Bisher erschienen:

1/2004
A. Frings: Die tatarische Schriftreform und das kulturelle Gedächtnis.

7. Festschriften für verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Abteilung für Osteuropäische Geschichte (Hg.):
Georgien und die Welt. Frau Kopaliani-Schmunk im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Mainz: Samizdat 2009.

Nicht, dass alles, was in dieser Festschrift behauptet wird, bereits gesichertes Wissen wäre. Wissenschaft lebt vom Risiko, von der riskanten These. Wenn wissenschaftlicher Fortschritt, wie Karl Popper behauptet, im Aufstellen falsifizierbarer Hypothesen bestehe, deren Informationswert steige, wenn sie unter klar angebbaren Bedingungen eben auch scheitern könnten, dann sind die in dieser Festschrift vorgetragenen Hypothesen ein Musterbeispiel für die gemeinsame Arbeit am Erkenntnisfortschritt. Die Falsifizierbarkeit der im Folgende vorgestellten Thesen dürfte im Bereich unseres Faches einzigartig sein. Gewidmet ist diese Schrift unserer Sekretärin Frau Kopaliani-Schmunk, einem Juwel aus georgischer Produktion. Ohne Frau Schmunk wäre unsere Abteilung vielleicht nicht das, was sie heute ist: die lustigste Baracke im Historischen Seminar.

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