Dr. Josef Sallanz

1. Kontakt

josef.sallanz@web.de

2. Zur Person

Eigene Studienfächer

Politikwissenschaft, Germanistik, Romanistik (rumänische Philologie), Humangeographie

Akademische Laufbahn

1984-1991

Studium in Heidelberg mit Abschluss Magister Artium (Politikwissenschaft/Germanistik/ Romanistik)

1992-2001

Tätigkeiten in Verbänden und Agenturen

2002-2006

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Sozial- und Kulturgeographie der Universität Potsdam; wissenschaftliche Organisation von Tagungen und Workshops in Wien 2004, Bukarest 2005 und Potsdam 2006; zugleich auch Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam

2007

Promotion in Humangeographie bei Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wilfried Heller (Lehrstuhl für Sozial- und Kulturgeographie der Universität Potsdam) mit der Arbeit "Bedeutungswandel von Ethnizität unter dem Einfluss von Globalisierung. Die rumänische Dobrudscha als Beispiel“

2008-2013

Übersetzer und Dolmetscher

seit 2011

Chefredakteur der Deutsch-Rumänischen Hefte

2013-2014

Lehrbeauftragter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

seit 2014

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte mit dem Drittmittelprojekt "Deutsche und ihre Nachbarn in der Dobrudscha. Zu den Verflechtungen ethnischer Gruppen zwischen Donau und Schwarzem Meer"       

3. Mitgliedschaften

  • Beirat der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft, Berlin
  • Südosteuropa-Gesellschaft, München 
  • Moldova-Institut, Leipzig
  • Balkanromanisten-Verband

4. Forschungs- und Interessengebiete

  • Regionale Themen über die Dobrudscha und das Banat aus historisch-geographischer Perspektive
  • Transformationsprozesse in Südosteuropa nach 1989
  • Minderheiten- und Kulturpolitik
  • Grenzregionen im östlichen Europa

5. Veröffentlichungen von Josef Sallanz

Monographie

  • Bedeutungswandel von Ethnizität unter dem Einfluss von Globalisierung. Die rumänische Dobrudscha als Beispiel. Universitätsverlag Potsdam 2007 (= Potsdamer Geographische Forschungen; 26)

Herausgeberschaft

  • Die Dobrudscha – ein neuer Grenzraum der Europäischen Union. Sozioökonomische, ethnische, politisch-geographische und ökologische Probleme. Verlag Otto Sagner, München 2009 (= Südosteuropa-Studien; 76) (gem. mit Wilfried Heller)
  • Ethnizität in der Transformation. Zur Situation nationaler Minderheiten in Rumänien. LIT Verlag, Münster, Wien 2006 (= Wiener Osteuropa Studien; 21) (gem. mit Wilfried Heller; Peter Jordan; Thede Kahl)  
  • Die Dobrudscha: Ethnische Minderheiten – Kulturlandschaft – Transformation. Ergebnisse eines Geländekurses im Südosten Rumäniens. Universitätsverlag Potsdam 2005 (= Praxis Kultur- und Sozialgeographie; 35)

Aufsätze und Artikel

  • „Wir haben hier keine Arbeit, um überleben zu können.“ Zur Migration der russischen Lipowaner aus der Dobrudscha. In: Vera Sparschuh, Anton Sterbling (Hrsg.): Abwanderungen aus ländlichen Gebieten. Ursachen, Motive, Erscheinungsformen und Folgeprobleme. Magdeburg 2013, S. 55-66
  • Nationale Minderheiten im postsozialistischen Rumänien. In: Iulia Dondorici (Hg.): Rumänien heute. Passagen Verlag, Wien 2011, S. 83-93
  • "... doch es gibt eine Kraft, die uns zusammenhält." Ethnizität und aktuelle Lebenslagen nationaler Minderheiten in der rumänischen Dobrudscha. In: Josef Wolf (Red.): Historische Regionen und ethnisches Gruppenbewusstsein in Ostmittel- und Südosteuropa. Grenzregionen - Kolonisationsräume - Identitätsbildung. Tübingen 2010 (= Danubiana Carpathica, Jahrbuch für Geschichte und Kultur in den deutschen Siedlungsgebieten Südosteuropas; 3/4), S. 433-469
  • Rumänische Minderheiten- und Kulturpolitik im Postsozialismus. In: Forschungen zur Volks- und Landeskunde, 53/2010, S. 99-116
  • Die rumänische Dobrudscha – eine periphere Region im Wandel. In: Bálint Balla; Anton Sterbling (Hg.): Globalisierung – Europäisierung – Regionalisierung. Hamburg 2009 (= Beiträge zur Osteuropaforschung; 16), S. 117-138
  • Sozioökonomischer Wandel in Rumänien nach 1989 – unter besonderer Berücksichtigung der peripheren Region Dobrudscha. In: Sozialwissenschaftliches Journal 3 (3) 2008, S. 76-95
  • The Ethnic Minorities in the Transformation Process. Exemplified by the Serbian and Ukrainian Minority in the Romanian Rural Regions of Banat and Dobrogea. In: Vasile Surd; Vasile Zotic (ed.): Rural Space and Local Development. Cluj-Napoca 2007, pp. 18-26 (gem. mit Corina Anderl, Wilfried Heller)
  • Die Deutschen in der Dobrudscha. In: Globus. Zeitschrift für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland 39 (3) 2007, S. 22-23
  • Minderheiten- und Kulturpolitik in Rumänien – Perspektiven und Chancen aus politisch-geographischer Sicht: Das Beispiel Dobrudscha. In: Wilfried Heller; Jörg Becker; Bernd Belina; Waltraud Lindner (Hg.): Ethnizität in der Globalisierung. Zum Bedeutungswandel ethnischer Kategorien in Transformationsländern Südosteuropas. München 2007 (= Südosteuropa-Studien; 74), S. 303-334
  • Die Dobrudscha. In: Thede Kahl; Michael Metzeltin; Mihai-Răzvan Ungureanu (Hg.): Rumänien. Raum und Bevölkerung – Geschichte und Geschichtsbilder – Kultur – Gesellschaft und Politik heute – Wirtschaft – Recht und Verfassung – Historische Regionen. Wien, Münster 2006 (= Österreichische Osthefte; 48), S. 857-879 (gem. mit Thede Kahl)
  • „Wir haben hier keine Arbeitsmöglichkeit, um überleben zu können.“ Zum Migrationverhalten bei den russischen Lipowanern und Ukrainern in der rumänischen  Dobrudscha. In: Revue des études sud-est européennes 44 (1-4) 2006, S. 43-58
  • Nationale Minderheiten in der Globalisierung: Die serbische und die ukrainische Minorität in den rumänischen Grenzregionen Banat und Dobrudscha nach der Wende von 1989. In: Geographische Revue 8 (1) 2006, S. 35-50 (gem. mit Corina Anderl)
  • Bedeutungswandel von Ethnizität im ländlichen Raum Rumäniens: Fallbeispiel    Dobrudscha. In: Wilfried Heller; Peter Jordan; Thede Kahl; Josef Sallanz (Hg.): Ethnizität in der Transformation. Zur Situation nationaler Minderheiten in Rumänien. Münster 2006 (= Wiener Osteuropa Studien; 21), S. 60-79
  • „De ce să se întoarcă?“ Despre migrarea forţei de muncă la ruşii lipoveni din Dobrogea [„Warum sollen sie zurückkommen?” Zur Arbeitsmigration bei den russischen Lipowaner aus der Dobrudscha]. In: Zorile 10 (158)/2005, Bucureşti, S. 18-20
  • Die Region Dobrudscha: Historisch-demographischer Abriss. In: Josef Sallanz (Hg.): Die Dobrudscha: Ethnische Minderheiten – Kulturlandschaft – Transformation. Ergebnisse eines Geländekurses im Südosten Rumäniens. Potsdam 2005 (= Praxis Kultur- und Sozialgeographie; 35), S. 13-17

Lexikonartikel

Sowie zahlreiche Rezensionen u. a. in folgenden Zeitschriften: Deutsch-Rumänische Hefte, Forum osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte, Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte und Literatur, Historische Zeitschrift, Neue Politische Literatur, Österreichische Osthefte, Osteuropa, Revue des Études Sud-Est Européennes, Südostdeutsche Vierteljahresblätter, Südosteuropa Mitteilungen, Südost-Forschungen, Welt-Trends, Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde.

 

6. Projekte

Nationale Minderheiten in der Globalisierung. Ethnizität als Element von Ausdifferenzierungsprozessen der Lebenslagen von Minderheitengruppen im ländlichen Raum Rumäniens.

http://www.geographie.uni-potsdam.de/component/option,com_portfol/Itemid,595/task,viewcategory/vcatid,300/view,fullview/refid,17/lang,ge/

Das von der VolkswagenStiftung geförderte Projekt stellte sich die Aufgabe, die aktuelle Bedeutung von Ethnizität anhand von vergleichenden Untersuchen in zwei Regionentypen  Rumäniens zu erforschen: der wirtschaftlich, sozial und räumlich peripheren Dobrudscha und den durch relativ günstige Entwicklungen charakterisierten Landesteile Banat und Siebenbürgen.

Aktuelles Projekt

Deutsche und ihre Nachbarn in der Dobrudscha. Zu den Verflechtungen ethnischer Gruppen zwischen Donau und Schwarzem Meer

In dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Forschungsprojekt werden Ansätze zur verflochtenen Geschichte multiethnisch geprägter Regionen zum Einsatz kommen. Dieses historische Konzept eignet sich hervorragend, um die Evolution der Dobrudschadeutschen und ihr Verhältnis zu den anderen ethnischen Gruppen in der Region zu untersuchen, einer Geschichte, die sowohl von Abgrenzung geprägt war als auch von Verflechtung durch wechselseitige Beziehungen und Kontakte.